Dr. Jochen Anweiler ist Partner und Mitglied unserer Praxisgruppe Kartellrecht. Seine Beratungsschwerpunkte bilden Fusionskontrollverfahren bei der Europäischen Kommission und den österreichischen Wettbewerbsbehörden, die Koordinierung von Zusammenschlussanmeldungen in mehreren Jurisdiktionen, Untersuchungen der Europäischen Kommission und der österreichischen Wettbewerbsbehörden und die Koordinierung von Kronzeugenanträgen sowie das Beihilfenrecht (insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensveräußerungen durch die öffentliche Hand).

Jochen Anweiler ist seit vielen Jahren in internationalen Großkanzleien als Rechtsanwalt im Kartellrecht tätig, zunächst in Düsseldorf (1998-1999), dann in Brüssel (1999-2010) und seit 2010 in Wien. Er berät namhafte Unternehmen aus allen Branchen, darunter die Bereiche Software, Logistik, Private Equity, Finanzdienstleistungen, Luftverkehr, Gesundheitswesen, Automobilzulieferindustrie und petrochemische Industrie.

Bedeutende Fälle aus dem Bereich des EU-Kartellrechts betrafen etwa die erfolgreiche Abwehr der Haftung einer US-Muttergesellschaft für mutmaßliche Zuwiderhandlungen ihrer Tochtergesellschaft im spanischen Rohtabak-Kartell, die Beratung einer deutschen Großbank im Verfahren der Kommission betreffend mutmaßliche Zuwiderhandlungen in Zusammenhang mit der Festsetzung von Umtauschgebühren für Währungen der Euro-Zone und die Beratung des Beschwerdeführers in einem Verfahren gegen einen Mikroprozessorhersteller vor der Europäischen Kommission.
Zudem beriet er unter anderem bei EU-Fusionskontrollanmeldungen betreffend den Erwerb eines Herstellers von Brandmelde-, Alarm- und Klimaanlagen durch einen diversifizierten US-Konzern, den Erwerb des Osteuropa-Filialnetzes einer österreichischen Großbank durch ein US-Private Equity-Unternehmen, den Erwerb eines slowenischen Herstellers von Küchengeräten sowie eines japanischen Automobilzulieferunternehmens durch ein (ehemaliges) chinesisches Staatsunternehmen, einen deutschen Großhändler von IT- und Telekommunikationsprodukten sowie Verbraucherelektronik beim Erwerb eines polnischen Wettbewerbers sowie eine deutsche Baumarktkette beim Erwerb eines österreichischen Wettbewerbers mit Filialen in mehreren europäischen Ländern.

Zu seinen jüngsten Fällen vor den österreichischen Wettbewerbsbehörden zählten die fusionskontrollrechtliche Beratung beim Erwerb eines österreichischen Impfstoffherstellers durch ein US-Pharmaunternehmen sowie die Vertretung eines Softwareherstellers in Verfahren vor der BWB und dem Kartellgericht wegen einer behaupteten Verletzung des fusionskontrollrechtlichen Durchführungsverbots in Zusammenhang mit der neuen Transaktionswertschwelle.

Jochen Anweiler ist bei den Rechtsanwaltskammern in Düsseldorf und Wien zugelassen und Mitglied der Studienvereinigung Kartellrecht e.V. Er ist seit der ersten Auflage Mitautor des Kommentars zum Kartellrecht von Loewenheim/Meessen/Riesenkampff/Kersting/Meyer-Lindemann.

Jochen Anweiler spricht Deutsch, Englisch und Französisch.

Andere über Jochen Anweiler

„Sources praise him for his cross-border abilities, drawing on his previous experience of working in Brussels.“
Chambers Europe 2019

„a fantastic lawyer, very knowledgeable and pragmatic“
Chambers Europe 2018

Österreichs Beste Anwälte
Handelsblatt / Best Lawyers 2018

„Working with Jochen Anweiler is a true pleasure and highly recommendable. He is calm, polite, clear in his arguments and always to the point.“
Chambers Europe 2017

Liste der Publikationen

  • Anweiler, Die Auslegungsmethoden des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften, Verlag Peter Lang, 1997, zugleich Dissertation Göttingen 1996
  • Anweiler/Jestaedt, Europäische Fusionskontrolle im Medienbereich, in: Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht (EuZW) (1997)
  • Anweiler/Bauer, EuG: Verneinung der Haftung einer Muttergesellschaft für Kartellrechtsverletzungen ihrer 100%igen Tochtergesellschaft – das Urteil vom 27.10.2010, Rs T-24/05 – Alliance One International ua / Kommission; Österreichische Zeitschrift für Kartellrecht (ÖZK) (2011)
  • Anweiler, Kommentierung von Art. 7, 8, 9 und 10 der Kartellverfahrensverordnung (EG) 1/2003 in: Loewenheim/Meessen/Riesenkampff/Kersting/Meyer-Lindemann (Hrsg.), Kartellrecht – Europäisches und Deutsches Recht, Kommentar, 4. Auflage, München 2020 (Verlag C.H. Beck); zuvor: 1. Aufl. 2005; 2. Aufl. 2009; 3. Aufl. 2016