Erstmalig wurde nunmehr auch in Kärnten eine UVP-Genehmigung für einen Windpark erteilt. Errichtet werden sollen 8 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,45 MW und einer gesamten installierten Leistung von 27,6 MW. Damit wurde in Kärnten in Sachen Klimaschutz ein neues Zeitalter eingeläutet. Dies ist dringend notwendig, um die hoch gesteckten Klimaziele zu erreichen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

Nach einem umfassenden Verfahren hat die Kärntner Landesregierung in erster Instanz die Genehmigung für einen Windpark erteilt. Damit geht nun auch Kärnten endlich in die richtige Richtung.

Wie aus der umfangreichen Medienberichterstattung der letzten Wochen bekannt, ging es in Österreich in Sachen Klimaschutz in den letzten Jahren nur schleppend voran. In Kärnten hat man sich bereits im Jahr 2014 im Energiemasterplan (eMAP) das Ziel der Erhöhung des Anteils Erneuerbarer Energieträger gesetzt. Konkret sollen laut eMAP bis zum Jahr 2025 in Kärnten Windkraftanlagen mit einem Jahresarbeitsvermögen von 250 GWh errichtet werden. Von diesem Ziel sind wir noch weit entfernt. Aktuell gibt es in Kärnten genau zwei errichtete Anlagen, ein Windpark und zwei weitere Einzelanlagen sind rechtskräftig genehmigt und im Umsetzung. Der nunmehr genehmigte Windpark leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur Zielerreichung. Mit mit einem Jahresarbeitsvermögen von 64,6 GWh kann er 1,2 % des aktuellen Kärntner Stromverbrauchs abdecken und damit alleine bereits ein Viertel des im eMAP formulierten Zieles von 250 GWh erfüllen.

Das alleine wird aber nicht genügen, um die ehrgeizigen Maßnahmen auf Unions-, Bundes- und Länderebene umzusetzen. Green-Deal, die Novelle des Klimaschutzgesetzes, das schon erwartete Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, alle diese Maßnahmen werden hoffentlich die lang ersehnte Energiewende herbeiführen. Bleibt abzuwarten, wie sich diese rechtlichen Rahmenbedingungen in der Praxis auswirken.

E+H hat unter der Leitung von Dr. Tatjana Katalan, Co-Head der Praxisgruppe Öffentliches Recht und Umweltrecht, die Projektwerberin im UVP-Verfahren vertreten.